KULTUR LESEN



VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN, ENTSCHEIDUNGEN KLUG TREFFEN

Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer, sehr geehrte Entscheiderinnen und Entscheider für Wert und Werte!



Sie treffen Entscheidungen, die Wirkung entfalten: in Organisationen, Märkten und – oft unterschätzt – zwischen Menschen. Davor haben wir wirklich großen Respekt!

Wir schreiben Ihnen, weil sich in den Gesprächen, Analysen und Praxiserfahrungen ein Gedanke immer wieder aufgedrängt hat: Kultur ist kein Beiwerk, sie ist der Wirkraum von Strategie. Für Menschen mit Werten, die Wert entwickeln. Wenn man dies ernst nimmt, verschiebt sich etwas.


In den vergangenen Jahren sind wir wiederholt gerufen worden, als es bereits schwierig geworden war: wenn Programme ins Stocken geraten sind, Integrationspläne nicht gegriffen haben, Wert drohte vernichtet zu werden. Dann kamen wir als Transformations-Architekten, Change-Manager, Moderatoren oder als Mediatoren, um die Krise abzuwenden. Und fast immer lag die Ursache nicht in dem, was entschieden wurde – eher in dem, was darunter wirkte: In fehlender Anschlussfähigkeit, übersehenen Mustern, einer Kultur, die niemand bewusst gelesen hatte – weil man in Ziele, Pläne und in Strategien verliebt war.

WER VERANTWORTUNG TRÄGT, MUSS KULTUR LESEN KÖNNEN. WEIL STRATEGIE ERST DORT WIRKSAM WIRD, WO MENSCHEN SIE TRAGEN.


Deshalb haben wir unsere Rolle verändert: Wir möchten Navigator für Sie sein und Beitrag leisten, dass Sie selbst „sehenden Auges, den Untiefen und Strömungen gewahr“ die Route entscheiden und die Fahrt im klugen Vertrauen antreten können. Das ist anspruchsvoller, als es klingt. Denn jede Entscheidung, die Sie treffen, verändert oder verfestigt Kultur. Sie verschiebt Zugehörigkeit, verändert Dynamik, setzt neue Maßstäbe – oft ohne dass es ausgesprochen wird. Und genau deshalb liegt die Verantwortung nicht irgendwo im System. Sie liegt bei Ihnen: bei Eigentümern, in Boards, in Geschäftsführungen, beim Portfolio-Verantwortlichen – und erst dann in den Teams, die Integration und Transformation tatsächlich umsetzen.


Vielleicht ist das der Punkt, an dem sich Führung verändert: Nicht mehr nur zu entscheiden, was zu tun ist, vielmehr zu verstehen, womit man es eigentlich zu tun hat. Denn Kultur wirkt – immer! Nicht abstrakt im Leitbild oder hinreichend in einem einzigen Workshop, jedoch konkret im Alltag: in Entscheidungen, im Tempo, in Vertrauen, in Reibung.


Deshalb brauchen Entscheider aus unserer Sicht kein Kulturprogramm. Sie brauchen zunächst ein Lagebild; eine klare, gemeinsame Sicht auf das, was ist. Und daraus abgeleitet eine Route, die tragfähig ist, und die richtigen Menschen bzw. ein Team, das die Route auch bei widrigen Bedingungen anführen und segeln kann – ausgestattet mit den passenden Steuerungsinstrumenten.



Das gilt nicht nur für M&A-Situationen – gerade auch im Wachstum wird das sichtbar: Kultur bleibt nicht, wie sie war. Sie wird erweitert, herausgefordert – manchmal auch überfordert. Dann entscheidet sich, ob aus Strategie Realität wird oder ob Energie verloren geht. Nicht laut, aber wirksam. Sie können Kultur nicht verordnen und Sie müssen sie auch nicht „managen“ – aber Sie können lernen, sie zu lesen, um wichtige Veränderungsimpulse zu setzen. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Führungsaufgabe: die eigenen Annahmen zu hinterfragen, die richtigen Fragen zu stellen und sich die Zeit zu nehmen, hinzusehen, bevor gezielt gehandelt wird.

DER KULTUR!STANDARD IST AUS GENAU DIESEM GEDANKEN ENTSTANDEN.


Nicht als Instrument, vielmehr als Gesprächsangebot. Als Versuch, eine Sprache zu finden für das, was in Organisationen längst wirkt, jedoch selten präzise beschrieben wird. Und aus einer Überzeugung heraus: Dass die Art, wie wir in Unternehmen entscheiden, führen und zusammenarbeiten, nicht nur wirtschaftliche Ergebnisse prägt, sondern auch das Miteinander in unserer Gesellschaft. Unternehmen sind keine isolierten Systeme, sie sind Orte, an denen Verantwortung konkret wird. Täglich – im Kleinen wie im Großen.


Deshalb wünschen wir uns, dass kulturelle Kompetenz selbstverständlicher Teil unternehmerischer Führung wird bzw. ist: nicht als Zusatz, als Grundlage! Dass diejenigen, die gestalten, sich dieser Wirkung bewusst sind – aus Haltung und Überzeugung und nicht aus Pflichtgefühl.


Der Kultur!Standard ist eine Einladung, genau daran gemeinsam zu arbeiten: durch Rückmeldungen, Widerspruch, Beispiele aus Ihrer Praxis, Themen, die wir aufgreifen sollten. Wenn Sie Lust haben, diesen Gedanken weiterzuführen, freuen wir uns über den Austausch. Wir glauben nicht, dass wir die Antworten bereits haben, wir sind überzeugt, dass die bedeutsamen Fragen besser werden, wenn man sie gemeinsam stellt und sich auf den Weg zu Antworten macht.


Mit besten Grüßen und im Dialog verbunden

Dr. Yamilet Gómez-Strömer + Christoph Strömer
für das Culture DD-Team

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